Redewettbewerb 2012

„Reden lernt man durch reden.“– Dies wusste schon der römische Staatsmann und Schriftsteller Marcus Tullius Cicero im ersten Jahrhundert vor Christi Geburt zu berichten.

Getreu diesem Motto haben wir an der österreichischen Schule heuer am 6. April 2012 zum zweiten Mal einen Redewettbewerb für die ersten bis vierten HTL-, Klassen durchgeführt Was der vierköpfigen Jur, bestehend aus Sidita Bazhdari, Bernd Herta, Wolfgang Ludwig und Johanna Mallinger ,dargeboten wurde, braucht sich wahrlich nicht zu verstecken. Dementsprechend schwer hatten es die Juroren auch, die Gewinner in den jeweiligen Kategorien zu bestimmen. Tolle Buchpreise und Osterschokohasen gab es daher für alle TeilnehmerInnen.

In den ersten Klassen beeindruckten Marina Simoni mit ihren Ausführungen zu Lage der Frauen in Albanien undDaniel Vathkruja, der darüber referierte, wie die beiden Kulturen der Albaner und der Österreicher voneinander lernen können. Als Gewinnerin dieser Jahrgangsstufe wurde Orsola Simoni mit ihrer lebendigen Rede zum Thema „Wenn Träume fliegen lernen“ nominiert, in der sie besonders auf die Situation der Jugendlichen Bezug nahm.

In den zweiten Klassen erinnerte sich Denada Bimi an Erzählungen aus dem Leben ihrer Großmutter und rollte aus dieser Perspektive die Entwicklung der Frauenrechte in Albanien auf. Sidorela Lulaj reflektierte über die Frage, inwiefern sie sich als Europäerin oder als Albanerin fühlt und kam letztlich zu dem Schluss, dass ein Solidaritätsgefühl und Zusammenhalt das Wichtigste für die Identitätsfindung der BewohnerInnen eines Staates seien. Raela Saljawählte für ihre Ausführungen zum Zitat Pashko Vasas (1825-1892) „Die Religion des Albaners ist das Albanertum“ gar die Perspektive des Dichters selbst ,der aus dem Jenseits über die ursprüngliche Bedeutung seiner Worte und was im Laufe der Geschichte Albaniens aus diesem Zitat gemacht wurde , räsonierte. Damit konnte sie sich ganz knapp vor ihren beiden Kolleginnen auf Platz Eins in dieser Kategorie positionieren.

Für die vierten Jahrgänge trat Boris Alibali vors Rednerpult. Da er auf längere Auslandsaufenthalte in Deutschland und Amerika zurückblicken kann, lag es für ihn auf der Hand, sich mit dem Thema „ Wo finde ich Heimat, was gibt mir Heimat?“ auseinanderzusetzen .Auf sehr anschauliche, oft humorvolle und berührende Art hat er seinem Publikum nahe gebracht, was ihm Heimat bedeutet, wo er sie überall gefunden hat und welchen Herausforderungen er sich jeweils beim Weggehen aus aber auch bei der Rückkehr in sein Geburtsland stellen musste. Dafür gebührt ihm der erste Platz für die vierten Klassen- und das nicht nur, weil er der einzige Kandidat dieser Klassenstufe war. 😉

Bilder