Klassenfahrt der 4a nach Kärnten

„Es gehört wohl viel Mut dazu, in einer Fremdsprache Theater zu spielen und sein Land zu präsentieren! (…).“ Mit diesem Satz leitet die Kollegin am Gymnasium Villach die Begegnung der albanischen und österreichischen SchülerInnen ein. 

Diesen Mut hatten wir im Reisegepäck und je öfter wir spielten bzw. den Albanien-Vortrag hielten, desto besser lief es.

Das heurige Schuljahr begann für die 4.A-Klasse mit einem Höhepunkt. In Anlehnung an das Theaterfest, das an der Schule am Ende des vergangenen Schuljahres veranstaltet worden war, machten sich die 3 Schülerinnen und 15 Schüler mit ihren Begleitern Margit und Bernd Herta auf, um in Kärnten, dem südlichsten Bundesland Österreichs, an vier Schulen ihr Theater-programm und eine Präsentation von Albanien zu zeigen. Neben den Präsentationen wurden auch Unterrichtsstunden besucht, ein Fußballmatch gespielt (das Albanien NUR WEGEN schlechterer Ausrüstung 1:6 verlor), die Schulen inspiziert.
Die Nachmittage waren Exkursionen (Infineon, einem der größten Halbleitererzeuger der Welt; die Fachhochschule für Netzwerktechnik in Klagenfurt, „Terra Montana“- eine Führung durch die Geschichte des Bergbaus) und dem Fun-Höhepunkt der Woche gewidmet: dem Shoppen in großen Einkaufszentren, –oder war´s doch der Hochseil-Klettergarten auf dem Berg?
Wie auch immer – spannend war die Fahrt allemal und das nicht nur für die bei österreichischen Gastfamilien einquartierten SchülerInnen, sondern auch für deren Gastgeber. So erhält die Schule wenige Tage nach Rückkehr der 4.A-Klasse ein E-Mail folgenden Inhalts:

Ich möchte Ihnen (gemeint: der Schule) hiermit zur Entscheidung / Erlaubnis des kurzen Schülerbesuches zwischen Albanien und Österreich gratulieren.
Wir durften zwei Schüler der Gruppe beherbergen. Für mich zwei junge Männer unterschiedlichen Charakters. E., ein feuriger, dominierender Albaner und V., bedacht, ruhiger und schelmisch. Erstaunt hat mich deren deutscher Wortschatz, sowie die fast fehlerlose Kommunikation. Noch mehr ihre Offenheit und Interesse jedes Thema anzusprechen. Dieses Projekt gibt die Möglichkeit einer anderen Wahrnehmung. Für mich als Sonderpädagogen für Integration wirkt dieser Austausch -menschlich wie kognitiv- präventiv gegen Stereotype und Vorurteile der Bevölkerung eines fremden Landes gegenüber. Mein Interesse an Albanien wurde durch den Besuch auf jeden Fall geweckt.

Wir wünschen Ihrer Schul und deren SchülerInnen für die Zukunft alles Gute!

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