Herr Jemineh hat Glück

Herr Jemineh sitzt mit seiner Frau bei Tisch. Sie essen Knödel. Unterm Tisch liegt der Hund Ferdinand. Herr Jemineh erzählt während des Essens, dass er einfach Glück hat, weil ihm immer wieder so wunderbare Dinge passieren wie: Eines Tages geht er aus dem Haus, stolpert, fällt die Treppe hinunter und als er den Kopf hebt, findet er seinen schon lange verloren geglaubten Schlüssel. Und dann gibt es da noch viele unglaubliche Erlebnisse.

Alle diese Erlebnisse haben wir, Margit und Bernd Herta, zu einem Tanztheaterstück umgearbeitet. Die Tanzchoreografie übernahm dieTänzerin Cäcilia Färber. Mit viel Einfühlungsvermögen setzte sie die Zwischentextteile in Bewegung um.
Nach Arbeit an den Textteilen und Requisitenbasteln folgten drei anstrengende Tage für die Schülerinnen der 8. Klasse. Aufmerksamkeit, konzentrierte Ruhe und auch viel Mut waren in den vielen verschiedenen Sprech- und Tanz-Rollen gefordert. Es ist ganz schön hart ein Tischbein zu sein oder als Hund Ferdinand Jeminehs Sandburg zum Einsturz zu bringen oder als Jemineh durch die Luft zu schweben oder …

Die Arbeit hat sich gelohnt, das Publikum bedankte sich für die Präsentation mit viel Applaus.

Schülerreaktionen: Das Projekt hat mir gefallen, weil
• wir viel Spaß hatten
• ich sehr viel Neues gelernt habe
• es meinen Freunden und Eltern sehr gut gefallen hat
• nur für uns eine Tänzerin aus Österreich gekommen ist
• es am Ende ein tolles Theaterstück war
• wir viel gearbeitet haben und dann fix und fertig waren
• Cäcilia eine tolle „Lehrerin“ war
Und wie ist die Reaktion von Frau Färber?
Ihr gefiel die offene Atmosphäre, die bei den Schülerinnen und Schülern spürbare Neugierde. Es erstaunte sie, dass die meisten von ihnen (nach nur einem Lernjahr) mit ihr auf Deutsch zu kommunizieren versuchten und nur ganz selten ins Englische umschalteten. Es sei so schön gewesen, die Freude der jungen Leute an der Arbeit zu bemerken und zu sehen, wie alle versuchten mitzudenken und ihr Bestes zu geben.

„Das Projekt wird im Rahmen der Initiative `Österreichische Auslandsschulen – Orte des kulturellen Dialogs´ vom österreichischen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur gefördert und von KulturKontakt Austria beratend begleitet.“

Bernd Herta

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