Monthly Archives: October 2010

Deutschkurse der Herzensösterreicher

Am 23. Oktober begann an der Österreichischen Schule in diesem Schuljahr ein von der Österreichisch-Albanischen Gesellschaft finanzierter Deutschkurs.

Die Interessierten stammen alle aus der Gruppe der Herzensösterreicher, also jener Shkodraner Familien, die sich Österreich besonders verbunden fühlen und zum Teil auch über (alt-) österreichische Wurzeln verfügen. Die Direktorin Gerlinde Tagini, die sich besonders für die Finanzierung und die Organisation des Kurses eingesetzt hatte, und Manfred Tagini begrüßten die Deutsch-Lernenden und bedankten sich bei der Deutschlehrerin, Roberta Naraçi, die auch in diesem Jahr den Kurs betreuen wird (schon im letzten Schuljahr war ein solcher Kurs angeboten und durchgeführt worden). Ein spezieller Dank gilt Frau Hofrat Elfriede Kulnig, die als Geschäftsführende Präsidentin der Österreichisch-Albanischen Gesellschaft diesen Kurs ermöglicht hat.

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Umweltprojekt der Klasse 9A

Dass die SchülerInnen einer technischen Schule sich auch für die Natur interessieren, zeigt der Bau einer Kräuterspirale im Schulhof.

Auf meinen Spaziergängen in der Umgebung von Shkoder entdecke ich immer wieder die verschiedensten Kräuter, die hier gut gedeihen. So entstand die Idee zum Bau der Kräuterspirale, wofür ich auch meine Klasse begeistern konnte.
Die starken Jungen in der Klasse waren sofort bereit in ihrer Freizeit den Bau der Spirale, die Mädchen deren Bepflanzung zu übernehmen.

Durch die besondere Bauweise schafft die Kräuterspirale auf engem Raum optimale Verhältnisse für verschiedene Kräuter. Natursteine werden wie eine Trockensteinmauer aufgeschichtet, speichern tagsüber die Sonnenenergie und schaffen so ein günstiges Kleinklima.

Margit Herta

Die folgenden Fotos zeigen die fleißigen SchülerInnen und die einzelnen Arbeitsschritte.

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10. Tagung des Albanischen Deutschlehrerverbandes

Am 23. und 24. Oktober 2010 fand in Tirana in den Räumlichkeiten der Universität die 10. Tagung des Albanischen Deutschlehrerverbandes statt. Die Tagung stand in diesem Jahr unter dem Thema „Deutsch lehren an Schulen und Universitäten“. Behandelt wurden wichtige neue Tendenzen wie bilingualer Unterricht, Neuorientierung der Germanistik in Albanien und in anderen Ländern.

Für die Österreichische Schule Shkodra „Peter Mahringer“ wurde von Manfred Tagini eine Präsentation unter dem Thema „Deutsch-Lernen im Umfeld eines Berufes – am Beispiel der Österreichischen Schule Shkodra“ gestaltet. Die Darstellung fügte sich in die bereits seit Jahren geführte Diskussion über das Verhältnis von beruflicher Bildung, deutschsprachigem Fachunterricht und „traditionellem“ Deutschunterricht ein und setzte einen bewussten Akzent auf die spezifischen Bedingungen eines Spracherwerbs im beruflichen Umfeld.
Von Brikena Kadzadej, der Vorsitzenden des Verbandes, konnten etwa 50 Gäste begrüßt werden. An der Tagung nahmen neben albanischen DeutschlehrerInnen auch KollegInnen aus Mazedonien, Kosova, der Schweiz, Deutschland und Österreich teil.

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Schreibwerkstatt mit dem österreichischen Autor Engelbert Obernosterer

Schreib dich frei! – So könnte man den Versuch von zwölf Schülerinnen und Schülern der zweiten und dritten Klassen bezeichnen, zu einem Ausdruck zu finden, der sich an moderner Dichtersprache orientiert.

 

Unter der sach- und sprachkundigen Anleitung des Autors richteten sie ihr Augenmerk auf Altbekanntes, das z.B. durch die Konzentration auf Details völlig neue, überraschende Aspekte zu bieten hatte. Die Themenliste enthielt u.a. die Schilderung der Heimatstadt, ein Herbstbild, eine Charakteristik und eine Prüfungssituation.

Nach kurzer theoretischer Einführung machten sich die Schreiblehrlinge ans Beobachten, Schreiben und dann ans Vorlesen.

Abgerundet wurde die Arbeit an den Texten durch die Dramatisierung von zwei Gedichten: Rainer Maria Rilkes „ Herbst“ und Ingeborg Bachmanns „ Reklame“ und eines lustigen Nonsens-Werbetextes, geschrieben von einer Schülerin.

Zum Abschluss fand eine Lesung einzelner ausgewählter Texte vor Publikum statt. Das Publikum bedankte sich mit großem Applaus.

 

Eine Auswahl der besten Texte ist hier abrufbar!

Neue Ausgabe der Schriftenreihe der Österreichischen Schule

Am 21. Oktober 2010 konnte im Rahmen der Österreichischen Kulturwoche die neue Ausgabe der Schriftenreihe der Österreichischen Schule Shkodra „Peter Mahringer“ präsentiert werden.

Die Ausgabe ist Konstantin Jireček gewidmet, der zu den führenden Balkanologen der Österreichisch-Ungarischen Monarchie gehörte. In den beiden Texten „Albanien in der Vergangenheit“ und „Skutari und sein Gebiet im Mittelalter“ entwirft Jireček ein genaues Bild der Geschichte Albaniens und insbesondere von Shkodra und seiner näheren Umgebung. 1916 in den „Illyrisch-Albanischen Forschungen“ erschienen, bieten die beiden bereits 1913 / 1914 verfassten Aufsätze ein durch genaues Quellenstudium abgestütztes Bild des Westbalkans im Mittelalter. Vor unseren Augen entsteht das Bild einer Stadt und seiner näheren Umgebung im Widerstreit der Interessen von Byzanz, des mittelalterlichen serbischen Staates, von Venedig und der neuen Macht, die seit Ende des Mittelalters für nahezu ein halbes Jahrtausend die Geschicke Shkodras bestimmen sollte – des Osmanischen Reiches.
Die neue Broschüre hat 60 Seiten und kann zum Preis von 500 Lek / 4 Euro über die Schuladresse bestellt werden.

 

Bereits erschienen:

In deutscher Sprache:
Nummer 1: Theodor Anton Ippen: Skutari und die nordalbanische Küstenebene (1907); Februar 2010 (56 Seiten, 500 Lek / 4 Euro)
Nummer 2: Franz Nopcsa: Haus und Hausrat im katholischen Nordalbanien (1907); März 2010 (88 Seiten, 600 Lek / 4,50 Euro)
In albanischer Sprache:
Nummer 3: Theodor Anton Ippen: Shkodra dhe Ultësira bregdetare e Shqipërisë së Veriut (1907); April 2010 (56 Seiten, 500 Lek / 4 Euro)

Veranstaltung der Österreichischen Kulturwoche

Die Tage von 20. bis 27. Oktober standen auch in diesem Jahr in Shkodra im Zeichen der Österreichischen Kulturwoche. Organisiert wurde diese von der Albanisch-Österreichischen Freundschaftsgesellschaft – unter Mitwirkung der Stadtgemeinde Shkodra, der Österreichischen Schule Shkodra „Peter Mahringer“, der Österreich-Bibliothek Shkodra, der Universitätsbibliothek Shkodra, des Österreichischen Honorarkonsulats Shkodra und mit Unterstützung der Österreichischen Botschaft in Tirana.

Bereits am 20. Oktober 2010 war in der Universitätsbibliothek die Veranstaltung Österreich liest abgehalten worden (siehe dazu den betreffenden Beitrag). Am 21. Oktober fand im Rahmen der Österreichischen Kulturwoche im Stadtgemeindeamt Shkodra eine weitere Veranstaltung statt, an der auch die Österreichische Schule wieder einen wichtigen Anteil hatte.
Nach den Reden des Bürgermeisters Lorenc Luka, des Vorsitzenden der Albanisch-Österreichischen Freundschaftsgesellschaft und früheren Rektors der Universität Shkodra, Mahir Hoti, des Österreichischen Botschafters in Albanien, Florian Raunig, und der Direktorin der Österreichischen Schule, Gerlinde Tagini, präsentierten ein Schüler und eine Schülerin die Österreichische Schule Shkodra. Sead Lacej und Marsela Kraja stellten einem großen interessierten Publikum die Grundzüge unserer Schule dar. Danach folgte die von Manfred Tagini gestaltete Präsentation der neuen Publikation der Österreichischen Schule. Als vierte Ausgabe unserer Schriftenreihe wurden zwei Texte eines führenden Balkanologen des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts, Konstantin Jireček, präsentiert: „Albanien in der Vergangenheit“ und „Skutari und sein Gebiet im Mittelalter“. Anschließend konnte von Mahir Hoti eine Ausstellung mit Fotos aus der Fotothek Marubi eröffnet werden. Den Abschluss des gelungenen Abends bildete ein von der Stadtgemeinde Shkodra organisierter Cocktail.

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Österreich liest

Auch in diesem Jahr nahm Shkodra wieder an der Veranstaltungsreihe Österreich liest teil. Ziel der Kampagne, die in der Periode von 18. bis 24. Oktober nicht nur in Österreich, sondern auch in vielen anderen Ländern durchgeführt wird, ist es, den Stellenwert des Lesens und der Bibliotheken in der Gesellschaft zu steigern. Am 20. Oktober 2010 fand über Einladung von Alida Luka, Direktorin der Universitätsbibliothek Shkodra, in deren Festsaal die Veranstaltung Österreich liest statt. Neben Universität, Universitätsbibliothek und Österreich-Bibliothek Shkodra waren auch in diesem Jahr neben der Musikschule Prenk Jakova, dem Fremdsprachengymnasium und dem Gymnasium Jordan Misja auch die Österreichische Schule Shkodra „Peter Mahringer“ wieder mit eigenen Programmbeiträgen vertreten.

Eine Gruppe der 3a unter Bernd Herta präsentierte Texte des österreichischen Dichters Ernst Jandl (1925-2000), eine zweite Gruppe der 1b unter Johanna Mallinger einen adaptierten Text des österreichischen Dramatikers Felix Mitterer.
Die Direktorin der Österreichischen Schule, Gerlinde Tagini, betonte den Wert einer solchen Veranstaltung, die den Wert des Buches und des Lesens wieder stärker im Bewusstsein verankern möchte und durch die spezifische Schwerpunktsetzung auf Österreich auch zum interkulturellen Dialog zwischen Österreich und Albanien auffordern möchte.

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Österreichische Schule im Parlament in Wien

Am 19. Oktober 2010 fand im Österreichischen Parlamentsgebäude die Veranstaltung Albanien – Land der Skipetaren zu Gast im Parlament statt. Über Einladung des Zweiten Präsidenten des Österreichischen Nationalrats, Fritz Neugebauer, und der Österreichisch-Albanischen Gesellschaft hatte auch die Österreichische Schule Shkodra „Peter Mahringer“ Gelegenheit, die Schule mit einer eigenen Präsentation vorzustellen.

Neben einer Reihe von Projekten wie ORA Austria, Allianz für Kinder, Vorarlberg hilft Albanien und mehreren anderen konnte sich auch die Österreichische Schule Shkodra „Peter Mahringer“ in der Säulenhalle des Parlaments präsentieren.
Sowohl in der Begrüßung von Fritz Neugebauer als auch in den Grußworten des Nationalratsabgeordneten und Präsidenten der Österreichisch-Albanischen Gesellschaft, Wolfgang Großruck, und der Ehrenpräsidentin der Österreichisch-Albanischen Gesellschaft, Bundesministerin a.D. Elisabeth Gehrer, die maßgeblichen Anteil am Zustandekommen des Projektes hatte, wurde das Projekt der Österreichischen Schule gewürdigt. Und auch die Präsidentin des albanischen Parlaments, Jozefina Topalli, gab ihrer doppelten Freude Ausdruck, dass in Albanien eine Österreichische Schule aufgebaut wurde und dass die Schule „Peter Mahringer“ gerade in ihrer Heimatstadt Shkodra realisiert werden konnte.
In vielen Gesprächen mit Abgeordneten, dem Botschafter Albaniens in Österreich, Vili Minarolli, und vielen anderen Ehrengästen konnten wir uns einmal mehr von der großen Wertschätzung überzeugen, der sich die Österreichische Schule in Österreich und Albanien erfreut. Diese Wertschätzung ist uns Verpflichtung und Auftrag zugleich – für unsere Arbeit an der Schule, aber gleichzeitig auch für unsere Bemühungen, zum kulturellen Dialog zwischen Österreich und Albanien einen Beitrag zu leisten.

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Besuch einer Vorarlberger Delegation

Am 11. Oktober 2010 besuchte unsere Schule eine Delegation des Landes Vorarlberg – an der Spitze die Präsidentin des Vorarlberger Landtages, Dr. Bernadette Mennel, und die frühere Bundesministerin Elisabeth Gehrer.

Anlässlich dieses Besuches in der Schule „Peter Mahringer“ waren auch der Bürgermeister der Stadt Shkodra, Lorenc Luka, der österreichische Honorarkonsul in Shkodra, Gjergj Leqejza, die Direktorin des Stadtschulrates, Atrida Ferketi, und viele andere Ehrengäste anwesend. Für unsere Schule war dieser Besuch eine besondere Freude, da insbesondere Frau Bundesministerin Elisabeth Gehrer viel zum Gelingen des Projektes Österreichische Schule Shkodra beigetragen hat.

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Projekttag der 9. Klassen

Die erste Exkursion in diesem Schuljahr führte die 9. Klassen nach Durres. Dort gab es eine interessante Führung durch das Amphitheater. Beim Spaziergang am Strand konnten wir einander näher kennen lernen. Den Höhepunkt bildete abends die Theateraufführung in Tirana. Die Fotos sind von dem Schüler der Klasse 9a Albion Gjoni.

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